Schlaf, Immunmodulation, Sauna und Eigenbluttherapie / Natürlich die Abwehrkräfte steigern

Wer zuwenig schläft (in der Regel unter sechs Stunden, „echte“ Kurzschläfer kommen aber auch mit fünf Stunden aus), wird auf Dauer krank. Unter anderem auch deshalb, weil das Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert. Es wird durch die höhere Produktion des Hormons Cortisol regelrecht unterdrückt. Mit einem geschwächten Immunsystem haben es Viren leichter. Deshalb: je geruhsamer die Nacht (auch möglichst ohne Unterbrechungen), desto gesundheitsfördernder ist der Schlaf.

Immunmodulation soll Abwehrleistungen des Körpers stärken

Sie nennen sich „1–3),(1–6)-Beta-D-Glucane“ und können durch ihre Eigenschaften („Immunmodulation“) das Immunsystem bei seiner Arbeit unterstützen. Zwar dürften nur Lebensmittelchemiker auf Anhieb etwas mit der komplizierten Bezeichnung anfangen können, doch solche biologisch aktiven Mehrfachzucker sind in vielen Pflanzen und Pilzen enthalten.

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In Experimenten konnte gezeigt werden, dass sie die Abwehrleistungen des Körpers stimulieren. Unter anderem wird das Wachstum von Fresszellen (Makrophagen) angeregt und natürliche Killerzellen aktiviert und so die Immunabwehr gestärkt. Beta-Glucanen werden u.a. auch antimikrobielle und antientzündliche Eigenschaften zugeschrieben.

Handelspräparate (Beispiele): „Immunkomplex Dr. Wolz“ von Dr. Wolz; hier liegt Beta-Glucan im Komplex mit Enzym-Hefezellen und Frucht- und Gemüsesäften vor. Auch auf der Grundlage von Obst und Gemüse, die diesmal aber in mehreren Stufen fermentiert werden, basiert das „Rechts-Regulat“ von Niedermaier Pharma.

Sauna: Eiskaltes Wasser stärkt die Immunabwehr

In der kalten Jahreszeit haben Saunen und Dampfbäder Hochsaison; auch weil Hitze und Dampf Gesundheit versprechen. Doch immer wieder werden Fehler gemacht: Schwitzen ist gut, doch die Immunabwehr wird erst durch die richtige Abkühlung gestärkt. Nicht ins lauwarme Becken springen, sondern ins eiskalte Wasser und dann ausreichend abkühlen. Vom Schwitzen in der Sauna profitiert auch die Haut: Regelmäßiges Saunieren erhöht ihre Wasserspeicherkapazität. Mit einer Erkältung – auch ohne Fieber – darf man keine Sauna aufsuchen. Das ist zuviel Stress für den Körper.

Eigenbluttherapie: Anwender sprechen von Erfolgen

Bei der Eigenbluttherapie wird einem Patienten zunächst eine be­stimmte Menge Blut entnommen. Danach wird es – manchmal mit Zusätzen versehen – dem gleichen Patienten wieder injiziert. Die Befürworter dieser Therapie gehen davon aus, dass das in die Muskeln gespritzte Blut das Immunsystem anregt. So gestärkt geht es gegen Viren oder Bakterien vor.

Die Injektionen erfolgen meist 1 bis 3 mal wöchentlich in einem Zeitraum von sechs bis acht Wochen. Das Verfahren wird zur „unspezifischen Reiztherapie“ gezählt. Ähnlich wie beispielsweise kalte Güsse oder Saunabesuche soll der Körper umgestimmt und seine Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Harte wissenschaftliche Belege gibt es für die Eigenbluttherapie nicht. Anwender – Heilpraktiker oder naturheilkundlich arbeitende Ärzte – sprechen aber regelmäßig von Erfolgen.

 

Lesen Sie alle Teile des Berichts

  1. Natürlich die Abwehrkräfte steigern: Vitalstofftherapie mit hohem Redoxpotenzial

  2. Immunstärkende Tees: Grüner Tee, Echinacea-Tee und Lapacho-­Tee

  3. Homöopathisches Impfen: Aus Grippeviren wird ein homöopatisches Präparat gewonnen

  4. Natürlich die Abwehrkräfte steigern: Mit den richtigen Vitaminen und Mineralien

  5. Wie Zistrosenextrakte Viren unschädlich machen und warum Thymuskuren umstritten sind

  6. Schlaf, Immunmodulation, Sauna und Eigenbluttherapie

  7. Probiotika, moderater Ausdauersport und Pflanzenmedizin

  8. Natürlich die Abwehrkräfte steigern: Heilpilze, Sonnenlicht und Entspannungsmethoden

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