Von Akupunktur bis Pflanzenheilkunde: Allergie-Behandlung mit alternativen Methoden

  • Akupunktur

Unter den alternativen Heilverfahren ist die Akupunktur, eingesetzt gegen die Symptome des Heuschnupfens, am besten untersucht. Positive Effekte sind belegt. Gute Erfolge gibt es auch bei allergischen Hautveränderungen.

  • Heilfasten

Sinnvoll bei Nahrungsmittelallergien; bei einem Kurzzeitfasten (4 bis 7 Tage) sollten die Allergiesymptome verschwunden sein. Jetzt kann die Verträglichkeit bestimmter Nahrungsmittel durch kontrollierten Einbau in die Ernährung ausgetestet werden. Nach Erfahrung von Naturheilkundlern können auch Menschen mit anderen Allergien vom Heilfasten profitieren.

  • Homöopathie

Sogar einer der schärfsten Kritiker der Homöopathie, Dr. Edzard Ernst, Leiter der Abteilung für Komplementärmedizin an der englischen Universität Exeter, muss zugeben: Es gibt zumindest ein homöopathisches Mittel, das gegen die Symptome des Heuschnupfens wirkt: Galphimia glauca. In mehreren Studien konnte die Wirksamkeit unter Beweis gestellt werden. Homöopathen empfehlen folgende Dosierung: Zur Vorbeugung abends jeweils 5 bis 8 Tropfen. Zirka vier Wochen vor dem Pollenflug sollte mit der Einnahme begonnen werden; bei akuten Beschwerden alle zwei Stunden 5 Tropfen.

  • Kneipptherapie

Die kalt-warm Wasserbehandlungen nach Pfarrer Kneipp stärken nicht nur das Immunsystem, sondern können erwiesenermaßen auch seine überschießende Reaktion beim Kontakt mit Allergenen dämpfen. Insbesondere allergische Atemwegserkrankungen profitieren von einer solchen Kur, die auch zu Hause durchgeführt werden kann.

  • Natürliche Desensibilisierung

Die Desensibilisierung, die man in der Schulmedizin mit der Spezifischen Immuntherapie erreichen will, sollen hier Blütenpollen-Kapseln (z. B. Pollinose S Kapseln Ronneburg) übernehmen. Sie enthalten speziell behandelte Bienenpollen mit dem Pollenspektrum einer Vegetationsperiode.

  • Pflanzenheilkunde

Ein gut untersuchtes Mittel aus der Pflanzenheilkunde gegen Heuschnupfen ist ein Extrakt aus den Blättern der Pestwurz (Petasites hybridus).

Durch mehrere wissenschaftlichen Studien ist die Wirksamkeit belegt: Es zeigte sich, dass das Mittel die Heuschnupfensymptome genau so gut lindert, wie das gebräuchliche Antihistaminikum Fexofenadin. Der Vorteil: Die Patienten klagten nicht über Benommenheit und Müdigkeit – eine Folge vieler synthetischer Heuschnupfenmittel. Der Pestwurz-Extrakt ist bislang nur in der Schweiz zugelassen. In Deutschland kann es auf Rezept über internationale Apotheken bezogen werden. → weiter mit Seite 4

 

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